Molfetta aktiviert Katastrophenschutzstab wegen Schneefällen und Kälte

In der Görlitzer Partnerstadt Molfetta ist heute der städtische Katastrophenschutzstab aktiviert worden. Das berichtet das lokale Nachrichtenportal MolfettaViva. In der Region Apulien, zu der Molfetta gehört, werden in den nächsten Stunden und Tagen starke Schneefälle erwartet. Am Morgen seien alle Sicherheitskräfte zu einem Krisentreffen zusammengekommen, um das gemeinsame Vorgehen zu besprechen. Neben den lokalen Polizeibehörden gehören dazu auch das Italienische Rote Kreuz, die örtliche Hilfsorganisation SerMolfetta und die katholische Hilfsorganisation MISERICORDIA, die mit ihren Einsatzkräften bereitstehen.→ weiterlesen

Bautzener Christen stellen sich mit Neujahrsbotschaft gegen Hass und Gewalt

Bautzen. Der evangelische Kirchenvorstand St. Petri und der Katholische Pfarrgemeinderat St. Petri haben heute eine „Neujahrsbotschaft aus Bautzen“ veröffentlicht, mit der sich die evangelischen und katholischen Christen von Bautzen klar gegen die fremdenfeindlichen Vorfälle der vergangenen Monate stellen. Ich dokumentiere hier den Text der Neujahrsbotschaft:
„Zum Jahreswechsel versammeln wir Christen uns in unseren Kirchen, um das zu Ende gehende Jahr dankbar in Erinnerung zu bringen. Das Gewesene legen wir in Gottes Hände zurück — zum Kommenden sagen wir ja und wissen es in Gottes Händen aufgehoben.
In unserer Stadt, die wir lieben und in der wir leben, deren Geschick und Gedeihen wir gerne mitgestalten, sind im letzten Jahr Dinge passiert, die wir ablehnen. Maßlosigkeit in Wünschen und Wollen findet ihren Ausdruck in verschiedenen Lebensbereichen. Auf der Basis unserer christlichen überzeugung werden wir nicht einfach zusehen, wenn Hass auf andere Menschen gesellschaftsfähig wird, wenn die Hemmschwelle zu Gewaltausbrüchen sinkt und Menschen im Alltag lächerlich gemacht werden. Manche Äußerungen unserer Mitbürger in Wortwahl und Emotionen sind unanständig und beschämen uns. Wir werden dazu nicht hilflos und ängstlich schweigen.

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Nach Anschlag in Berlin: Gedenkgottesdienste in Görlitz

Der Generalsuperintendent der evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Martin Herche, und der Katholische Bischof von Görlitz, Wolfgang Ipolt, seien bestürzt über die Nachrichten aus Berlin mit den erschreckenden Bildern der Gewalttat vom Weihnachtsmarkt vor der Gedächtniskirche, schreiben die Evangelische und Katholische Kirche in Görlitz in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Angesichts des tragischen Anschlags laden beide Kirchen zum Gebet für die Opfer, die Angehörigen und die Verwundeten ein.
Bischof Ipolt feiert in der Kathedrale St. Jakobus am Donnerstag, 22. Dezember 2016 um 18.00 Uhr eine Heilige Messe für die Opfer des Anschlags mit der Intention um den Frieden in der Welt.
Generalsuperintendent Herche feiert gemeinsam mit der Ev. Innenstadtgemeinde Görlitz am Freitag, 23.12.2016 um 18 Uhr in der Ev. Dreifaltigkeitskirche einen Vespergottesdienst zum Gedenken an die Opfer und mit der Bitte um Frieden und Sicherheit.

Manipulierter Blick nach Osten

Vorrede

Es ist blöd, wenn Journalisten vor der Recherche im Kopf haben, welcher Text anschließend dabei rauskommen soll. Ich schreibe das, weil ich Journalist bin und es selbst kenne, das Gefühl „Ach ja, das geht in diese Richtung. Alles klar!“. Es ist mir selbst mehrere Male passiert. Und ich will Vorurteile nicht verteufeln. Vorurteile helfen uns, nicht jeden Fehler mehrfach zu begehen. Aber wir sollten Vorurteile nicht ohne Überprüfung als Urteile verstehen. Also gilt es, für Journalisten noch einmal mehr, Vorurteile zu überprüfen.

Worum geht es?

Die Zeitschrift „Der Spiegel“ veröffentlicht in seiner aktuellen Ausgabe (48/2016) einen Text von Matthias Schulz unter dem Titel „Alles umsonst“ in dem es um die Sanierung der Stadt Görlitz geht. In dem Text wird behauptet, „viele der historischen Prachtbauten“ stünden leer. Im Online-Auftritt (SPON) läuft der gleiche Text unter der Überschrift „Das Paradies modert vor sich hin“ (http://www.spiegel.de/spiegel/goerlitz-lockt-mit-mietfreiem-wohnen-und-gratis-bier-a-1123429.html). Im Untertitel wird dann noch hinzugefügt „Jetzt reagiert die Politik: Wer hinzieht, wohnt mietfrei – und bekommt Gratis-Bier“. Doch stimmt das, was das „Nachrichtenmagazin“ aus Hamburg schreibt? Ich versuche einen Faktencheck mit ausschließlich frei im Netz verfügbaren Daten.→ weiterlesen

Streitgespräch zwischen Alexander Gauland (AfD) und Thomas Sternberg (ZdK)

AfD-Vize Alexander Gauland und der Präsident des Zentralkomitees (ZdK) der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, haben sich im Dresdener „Haus der Kathedrale“ zu einem Streitgespräch getroffen. Es war zugleich Auftakt der neuen, vom Direktor der Katholischen Akademie, Thomas Arnold, initiierten Reihe „Kirche kontrovers“.