Foto mit Bischöfen und Präsidentengattin für 46.000 Euro versteigert

Ein Foto von vier polnischen Bischöfen und der polnischen Präsidentengattin Agata Kornhauser-Duda ist heute für die Rekordsumme von 200.000 Zloty, umgerechnet rund 46.000 Euro, versteigert worden. Das Bild, das der Fotograf Jacek Łabędzki am ersten Tag des Pastbesuches 2016 auf dem Flughafen von Krakau aufgenommen hat, wurde im vergangenen Jahr zu einem der meistverwendeten Internetmeme in Polen.

Der Erlös der Auktion ist für „Das große Orchester der Weihnachtshilfe“ (Polnisch Wielka Orkiestra Świątecznej Pomocy, WOŚP), eine große nichtstaatliche Wohltätigkeitsorganisation in Polen, bestimmt. Ein Paar Manschettenknöpfe, das der Ehemann von Kornhauser-Duda, der polnische Präsdent Andrzej Duda, gespendet hatte, erbrachte dagegen nur bescheidene 6766 Zloty (1.550 Euro).

Vom rechten Wege abgekommen

Der Streit mit Vatikan über die Absetzung des Großkanzlers ist nur Symptom. Die Probleme des Ordens (in Deutschland) liegen viel tiefer.

Weltweit wird derzeit über einen Konflikt zwischen dem Malteserorden und dem Vatikan berichtet. Die Ursachen dafür liegen in Versäumnissen, die Jahrzehnte und teilweise Jahrhunderte zurück liegen. Felix Neumann stellt viele historische Zusammenhänge und ihre kirchenrechtlichen Auswirkungen hier sehr gut dar. Ich möchte im aktuellen Konflikt auf einige bisher nicht beachtete Aspekte hinweisen:

Der Adelsclub

Der Malteserorden ist einer der wenigen katholischen Orden, bei dem man sich nicht um die Aufnahme bewerben kann. Man wird angesprochen, von Ordensmitgliedern, ob man nicht Ordensritter werden wolle.

Was einst als Auswahlinstrument gedacht war, um nur einer katholischen „Elite“ Zugang zum Orden zu gewähren, hat sich längst zu einer Art Inzest entwickelt. Nahezu ausschließlich Adelige sind in Deutschland Mitglied des Ordens. In anderen Ländern (Italien, Frankreich, Irland, Österreich) sieht es nicht viel anders aus. Erst seit wenigen Jahrzehnten werden gelegentlich auch Bürgerliche aufgenommen, die sich in der Regel im Malteser Hilfsdienst oder bei den Malteser Werken besonders verdient gemacht haben. Diese werden in aller Regel nur in den untersten von drei Ständen des Ordens aufgenommen. Rund 700 Ordensmitglieder, Ritter und Damen, hat der Orden in Deutschland, rund 13.500 sind es weltweit. In Deutschland sind es einige Dutzend adeliger Familien, die das Gros der Ordensmitglieder stellen. Das wäre nicht das Problem, wenn nicht der Orden zugleich als Sprungbrett in die Karriere hinein verstanden würde. Allerorten werden bei den verschiedenen gemeinnützigen GmbHs (gGmbH) der Malteser Positionen für Nachwuchsführungskräfte mit jungen Adligen besetzt, die gerade einen BWL- oder Jura-Abschluss in der Tasche haben und einen Taufschein. Nicht immer trifft es sich, dass dabei hohe Qualifikation und große Kirchentreue zusammenkommen. Mal ist die Qualifikation mäßig, mal nimmt man es mit dem Glauben, geschweige denn mit dem Lehramt der katholischen Kirche, nicht so ganz genau. Aber auch ältere Adelige werden mitunter solange mit Posten „versorgt“, bis das Rentenalter erreicht ist. Nicht immer ist das zum Vorteil der jeweils anvertrauten Geschäftseinheit und ihrer Mitarbeiter und Betreuten oder Kunden, egal ob es sich um ein Krankenhaus, eine Verwaltungseinheit des Malteser Hilfsdienstes oder einer gGmbH handelt.→ weiterlesen

Vogelgrippe in Zgorzelec – Veterinär bestätigt: Toter Wasservogel war mit H5N8-Virus infiziert

Ein Amtstierarzt hat bestätigt, dass in Zgorzelec ein Vogel am Vogelgrippevirus H5N8 verendet ist. Das berichtet das Nachrichtenportal powiatzgorrzelecki.pl. Im Andrzej-Błachańiec-Park (ehem. Georg-Snay-Park) waren zwei tote Wasservögel gefunden worden, bei einem wurde das Virus im Labor nachgewiesen.
Die Behörden weisen darauf hin, dass das Virus leicht übertragen werden kann (z. B. auf der Kleidung oder Schuhen) und bitten darum, Kontakt zu Wildvögeln zu meiden und auf keinen Fall Wildvögel zu füttern.
Tote Vögel sollen unter Tel. (+48) 697 084 943 den Behörden gemeldet werden. Das für Vögel hoch ansteckende und tödliche Grippevirus ist für den Menschen ungefährlich.
Quelle: www.powiatzgorzelecki.pl

Suche Informationen zur Tradition der Bittprozession am Markustag in Marienthal/Ostritz

Titel des Katholischen Familienkalenders „Jahr des Herrn 1956“

Im Katholischen Familienkalender „Jahr des Herrn 1956“ aus dem St.-Benno-Verlag (Leipzig) bin ich vor kurzem auf etwas „Interessantes vom Markustag“ gestoßen:

„…Um Segen der Ernte bitten wir auch heute noch am Markustag. Im katholischen Eichsfeld und in der Lausitz ziehen heute wie einst die Prozessionen über die Felder. Der Sakristan der Klosterkirche von Marienthal erzählt uns: „Am Morgen des Markustages kommt die große Bittprozession von Ostritz nach Marienthal. Auf dem Wege zum Kloster singt der Chor die Allerheiligenlitanei. Die Gläubigen beten den Rosenkranz. Viermal ist unterwegs an den Feldkreuzen Station. Der Priester singt dabei die Anfänge der vier Evangelien. Am Eingang zum Klosterhof wird die Prozession feierlich empfangen. Nach Bittamt und Predigt in der Klosterkirche zieht sie am Mittag wieder heimwärts. Der Chor sing dabei ein altes Prozessionslied:

„Höre gnädig unser Bitten,
Wende ab von unsren Hütten
Krankheit, Krieg und Hungersnot:
Gib uns unser täglich Brot.“

… E.K.

Meine Fragen dazu:

  • Wer kann sich an diese Prozessionen erinnern und mir davon berichten?
  • Hat jemand Dokumente (Fotos, Liederzettel) von diesen Prozessionen?
  • Wer kennt jemanden, der sich an diese Prozessionen erinnert oder noch Dokumente besitzen könnte?
  • Bis wann haben diese Prozessionen stattgefunden und warum fanden sie dann nicht mehr statt?

Hinweise bitte per E-Mail an markus@kremser-medien.de oder über alle anderen Kontaktmöglichkeiten.

 

Görlitzer Sternsinger bei Bundeskanzlerin Angela Merkel

Die Görlitzer Sternsinger heute mit Bundeskanzlerin Angela Merkel | Foto: Benjamin Lassiwe

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat heute Sternsinger der Pfarrei Hl. Wenzel aus Görlitz empfangen. Bereits zum zwölften Mal empfängt sie über 100 Sternsinger aus allen deutschen Bistümern im Bundeskanzleramt. Die Kinder und Jugendlichen freuen sich auf den Händedruck und das Gruppenfoto mit der Kanzlerin, doch viel wichtiger ist natürlich, dass sie den Segen bringen. Dieser wird – so ist es Tradition – ganz klassisch mit Kreide an eine besondere Stelle im Kanzleramt an die Wand geschrieben: Genau in die Mitte zwischen den im Kreis angeordneten Sternen, die für die Bundesländer stehen. Wie wichtig der Bundeskanzlerin der Segen der Sternsinger ist, hat sie bei vergangenen Empfängen mehrfach betont. Und auch vor ausländischen Staatsgästen erklärt sie gerne, was es mit diesem ganz besonderen Schriftzug „C + M + B“ – Christus segne dieses Haus – auf sich hat.