Bildergalerie: 500 Menschen folgen dem Kreuz bei traditioneller Kreuzwegsprozession am Karfreitag

Görlitz. An der traditionellen Kreuzwegsprozession von der evangelischen Peterskirche zum Heiligen Grab nahmen in Görlitz heute rund 500 Einheimische und Besucher teil. Die Görlitzer Kreuzwegsprozession ist eine der größten in Mitteldeutschland und führt in sieben Stationen und rund 1000 Schritten zum Heiligen Grab und ist damit eng an das Jerusalemer Vorbild angelehnt. Das Kreuz wurde vom Görlitzer Matthias Günther und dem aus dem Iran stammenden Behzad getragen. An dem Kreuzweg nahmen auch Generalsuperintendent Martin Herche und Pfarrer Dr. Hans-Wilhelm Pietz teil.
Das Heilige Grab in Görlitz, ein Zeugnis spätmittelalterlicher Frömmigkeit, gilt nicht nur als die am besten erhaltene originalgetreue Nachbildung des Heiligen Grabes von Jerusalem, sondern umfasst auch Landschaftsarchitektur von europäischem Rang. Ihre Einbindung in die Landschaft, der man symbolhaft die Jerusalemer Merkmale zugeordnet hat, zeichnet die Görlitzer Heilig-Grab-Anlage gegenüber anderen aus.
Den Startpunkt der Kreuzwegprozession bildet die Peterskirche. Im Jahre 1525 fand hier am ersten Sonntag nach Ostern der erste evangelische Gottesdienst in der Stadt statt.