„’S isch halt so!“ oder „Setzt Gott auf Kampfkatholiken?“

Peter Hummel (48) käme sich einigermaßen lächerlich dabei vor, „den Nachfolger des Heiligen Petrus zu kritisieren oder den Stellvertreter Christi gar in Glaubensfragen zu belehren“

Ich bin seit meinem zweiten Lebenstag katholisch. Also allgäuerisch-katholisch – nach dem Lieblings-Motto der Allgäuer: „Nicht geschimpft ist gelobt genug“ („It g’schimpft isch g’lobt gnua“). Als Ministrant regten wir uns nicht auf, als die alten Ministrantengewänder durch moderne Kutten ersetzt wurden, bei der Firmung war es uns eigentlich egal, dass uns der sehr konservative Diakon zur Mundkommunion drängte und als der Organist am Ende der Hochzeit auf ein Marienlied bestand, war das auch in Ordnung. „Passt schon“, sagten wir, sagte ich, und: „Ob der liebe Gott das überhaupt so genau nimmt?“
Papst Johannes Paul II. fanden wir super, weil er hinaus in die Welt ging und in Assisi mit anderen Religionsführern um den Frieden auf der Welt betete. Benedikt der XVI. war einer von uns, einerseits, aber natürlich auch etwas entrückt, weil er so unfassbar gescheit und belesen und, ja, irgendwie tatsächlich unfehlbar war und ist. Papst Franziskus dagegen erobert die Herzen bis heute durch seine spontane, unverblümte, herzliche Art. Man könnte auch sagen: Der Heilige Geist hat uns drei Päpste geschenkt, die nicht hätten besser gecastet sein können. Jedenfalls denkt ein Allgäuer so, also ich, der nicht auf die Idee käme, am Heiligen Vater rumzunörgeln. Es ist ohnehin wie es ist. Oder, auf Allgäuerisch: „Bevor i mi aufreg, isch’s mir liaber Wurscht.“ → weiterlesen

Bildergalerie: 500 Menschen folgen dem Kreuz bei traditioneller Kreuzwegsprozession am Karfreitag

Görlitz. An der traditionellen Kreuzwegsprozession von der evangelischen Peterskirche zum Heiligen Grab nahmen in Görlitz heute rund 500 Einheimische und Besucher teil. Die Görlitzer Kreuzwegsprozession ist eine der größten in Mitteldeutschland und führt in sieben Stationen und rund 1000 Schritten zum Heiligen Grab und ist damit eng an das Jerusalemer Vorbild angelehnt.→ weiterlesen

Pressemitteilung: André Maywald übernimmt die Leitung der Medizinischen Kooperation Görlitz eG.

André Maywald | Foto: www.drk-goerlitz.de

Görlitz (pm). André Maywald wird zum 1. April 2017 neuer Vorstand der Medizinischen Kooperation Görlitz eG. Das teilten die Vorstände der Medizinischen Kooperation Görlitz eG, Dr. med. Christian Haferland und Dr. med. Wolfram Oettler, gestern mit. Die Medizinische Kooperation Görlitz ist eine eingetragene Genossenschaft und betreibt seit 2012 das Fachärztehaus octamed in Görlitz-Rauschwalde. „Wir freuen uns, dass wir André Maywald für octamed gewinnen konnten“, sagt Dr. Christian Haferland. Maywald habe in den vergangenen Jahren in seiner bisherigen Funktion viel Erfahrung im Bereich der medizinischen Gesundheitsversorgung sammeln können.
„Eine Aufgabe wird es unter anderem sein, unsere Genossenschaft weiter zu entwickeln und das Modell der Ärztegenossenschaft bekannter zu machen“, sagt Dr. Haferland. Zugleich wird Maywald die Mediziner von administrativen Aufgaben entlasten, so dass den Ärzten mehr Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben am Patienten bleibt.
Im Jahr 2011 wurde die Medizinische Kooperation Görlitz eG von acht niedergelassenen Ärzten aus unterschiedlichen Bereichen ins Leben gerufen. Neben Allgemeinmedizinern sind Fachärzte für Gefäßmedizin, Gastroenterologie, Proktologie, Rheumatologie, Nuklearmedizin und Radiologie beteiligt. Das wichtigste Projekt der Genossenschaft ist das gemeinsame Haus „octamed“. Im zentralen Labor erfolgen die Blutabnahmen für alle Patienten des Hauses. Auch andere Infrastrukturen wie Computernetze und Software stellt die Genossenschaft für alle Nutzer bereit. Das Gebäude wurde im September 2012 bezogen. Seither arbeiten neben den Mitgliedsärzten auch die Carolus-Apotheke, das Sanitätshaus Scheinpflug und die Physiotherapeuten Walther und Richter unter einem Dach. Daneben bestehen enge Kooperationen mit dem benachbarten St.-Carolus-Krankenhaus aber auch mit Ärzten und Krankenhäusern/Universitätskliniken der Region. Ein weiterer Schwerpunkt sind regelmäßige Ärztefortbildungen.

Zum Gedenktag des Hl. Don Bosco: Eine Reportage aus Turin und Umgebung

Die Reliquien des Hl. Don Bosco in Turin | Foto: Markus Kremser

Der 31. Januar ist der Gedenktag des Hl. Don Bosco. Im November 2014 war ich in Turin und Umgebung unterwegs, auf einer Reise auf den Spuren dieses beeindruckenden Mannes. Meine Reportage steht hier bei katholisch.de online oder steht zum Download im PDF-Format auf den Seiten der „Jugend Eine Welt – Don Bosco Aktion Österreich“ zur Verfügung.

Foto mit Bischöfen und Präsidentengattin für 46.000 Euro versteigert

Ein Foto von vier polnischen Bischöfen und der polnischen Präsidentengattin Agata Kornhauser-Duda ist heute für die Rekordsumme von 200.000 Zloty, umgerechnet rund 46.000 Euro, versteigert worden. Das Bild, das der Fotograf Jacek Łabędzki am ersten Tag des Pastbesuches 2016 auf dem Flughafen von Krakau aufgenommen hat, wurde im vergangenen Jahr zu einem der meistverwendeten Internetmeme in Polen.

Der Erlös der Auktion ist für „Das große Orchester der Weihnachtshilfe“ (Polnisch Wielka Orkiestra Świątecznej Pomocy, WOŚP), eine große nichtstaatliche Wohltätigkeitsorganisation in Polen, bestimmt. Ein Paar Manschettenknöpfe, das der Ehemann von Kornhauser-Duda, der polnische Präsdent Andrzej Duda, gespendet hatte, erbrachte dagegen nur bescheidene 6766 Zloty (1.550 Euro).

Vom rechten Wege abgekommen

Der Streit mit Vatikan über die Absetzung des Großkanzlers ist nur Symptom. Die Probleme des Ordens (in Deutschland) liegen viel tiefer.

Weltweit wird derzeit über einen Konflikt zwischen dem Malteserorden und dem Vatikan berichtet. Die Ursachen dafür liegen in Versäumnissen, die Jahrzehnte und teilweise Jahrhunderte zurück liegen. Felix Neumann stellt viele historische Zusammenhänge und ihre kirchenrechtlichen Auswirkungen hier sehr gut dar. Ich möchte im aktuellen Konflikt auf einige bisher nicht beachtete Aspekte hinweisen:

Der Adelsclub

Der Malteserorden ist einer der wenigen katholischen Orden, bei dem man sich nicht um die Aufnahme bewerben kann. Man wird angesprochen, von Ordensmitgliedern, ob man nicht Ordensritter werden wolle.

Was einst als Auswahlinstrument gedacht war, um nur einer katholischen „Elite“ Zugang zum Orden zu gewähren, hat sich längst zu einer Art Inzest entwickelt. Nahezu ausschließlich Adelige sind in Deutschland Mitglied des Ordens. In anderen Ländern (Italien, Frankreich, Irland, Österreich) sieht es nicht viel anders aus. Erst seit wenigen Jahrzehnten werden gelegentlich auch Bürgerliche aufgenommen, die sich in der Regel im Malteser Hilfsdienst oder bei den Malteser Werken besonders verdient gemacht haben. Diese werden in aller Regel nur in den untersten von drei Ständen des Ordens aufgenommen. Rund 700 Ordensmitglieder, Ritter und Damen, hat der Orden in Deutschland, rund 13.500 sind es weltweit. In Deutschland sind es einige Dutzend adeliger Familien, die das Gros der Ordensmitglieder stellen. Das wäre nicht das Problem, wenn nicht der Orden zugleich als Sprungbrett in die Karriere hinein verstanden würde. Allerorten werden bei den verschiedenen gemeinnützigen GmbHs (gGmbH) der Malteser Positionen für Nachwuchsführungskräfte mit jungen Adligen besetzt, die gerade einen BWL- oder Jura-Abschluss in der Tasche haben und einen Taufschein. Nicht immer trifft es sich, dass dabei hohe Qualifikation und große Kirchentreue zusammenkommen. Mal ist die Qualifikation mäßig, mal nimmt man es mit dem Glauben, geschweige denn mit dem Lehramt der katholischen Kirche, nicht so ganz genau. Aber auch ältere Adelige werden mitunter solange mit Posten „versorgt“, bis das Rentenalter erreicht ist. Nicht immer ist das zum Vorteil der jeweils anvertrauten Geschäftseinheit und ihrer Mitarbeiter und Betreuten oder Kunden, egal ob es sich um ein Krankenhaus, eine Verwaltungseinheit des Malteser Hilfsdienstes oder einer gGmbH handelt.→ weiterlesen